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02/03 2007

Rückblick

04-03-13 16:40 Alter: 5 yrs
Bericht: „Einzig statt artig“ zum Vortrag durch Sieglinde Lehn

Von: ALEXANDRA NOHL

Kategorie: Bisherige Aktionen, PresseMeldung, Wichtig! PresseMeldungWichtig!

(an) In dem Impulsreferat durch Supervisorin und systemische Therapeutin Sieglinde Lehn wurden Frauenfragen erläutert und Lösungsvorschläge aufgezeigt, dabei wollte Frau Lehn Frauen ermutigen, zu sich selbst zu stehen.

Sieglinde Lehn hielt den Vortrag anläßlich des Symposiums zum 20. Jubiläum des FrauenNetzwerks Bruchsal e.V..

Wenn man die vielen Jahren betrachtet, in denen Frauen um ihre Rechte kämpfen müssen und sieht wo sie heute anzutreffen sind, findet man immer noch Ungerechtigkeit und Ungleichheit. Erst seit 100 Jahren haben Frauen in Deutschland das Wahlrecht (in der Schweiz erst seit 1994) und erst seit 1918 werden Frauen als Staatbürger anerkannt.

Lehn stellte die Frage „wo bin ich artig- wo bin ich einzig?“, Frauen haben oft das Problem, dass sie in einem Zwiespalt leben, spätestens dann, wenn Kinder da sind.

Deshalb fordert Sieglinde Lehn das bedingungslose Grundeinkommen (BGE), was für Frauen den Vorteil hätte, sich zum einen nicht von einem Mann abhängig zu machen und die Wahlfreiheit- und möglichkeiten in ihrem Lebensentwurf zu verwirklichen. Gleichzeitig fordert sie aber auch ein Umdenken bei der Rolle der Väter, dazu sind selbstredend alternative Arbeitzeitmodelle, wie Timesharing und flexiblere Arbeitszeiten nötig.

Das BGE sorge hierbei für einen Ausgleich, der die Arbeit, welche die Frau und Mutter in ihrer Familie leistet anerkennt, so kann frau auch, die Familienzeit genießen und käme raus aus dem Zwang, sich rechtfertigen zu müssen.

Lehn setzte in ihrem Referat Impulse und brachte somit die anwesenden Frauen zum Nachdenken, wo übernehme ich Verantwortung für mein Handeln? Wie kann ich flexiblere Familienmodelle schaffen, als Unternehmerin, wie fordere ich das als Arbeitnehmerin ein? Welche Anreize kann man Firmen geben? Frauen müssen die Eigenverantwortung für ihr Leben übernehmen. Dazu muss frau selbst reflektieren, was ist wichtig?

In den anschließenden Diskussionsrunden wurden die wichtigen Punkte in einem Frauenleben fixiert, neben der gerechten Entlohnung, Mindestlohnforderungen und die Anrechnung der Kinder- und Pflegezeiten wurden auch Schlagwörter wie Wertschätzung und Gerechtigkeit genannt.

Schon Luise Otto bemerkte im 19. Jahrhundert: „Nur was man durch eigene Kraft erringt, hat einen Werth.“

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