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15-11-11 17:29 Alter: 6 yrs
Vortrag: "Frauenquote – eine Maßnahme zur Vereinbarkeit?"
Kategorie: Interessant, Bisherige Aktionen, PresseMeldung PresseMeldung

Vortrag von Frauke Spreckels, anlässlich des Frauenwirtschaftstags am 14. Oktober 2011

Auszug aus dem Vortrag von Frauke Spreckels:

... "Was wünschen Frauen und Männer, und was können sie realisieren?

 Frauen gehören heute zu der am besten ausgebildetsten Frauengeneration überhaupt. Sie ziehen mit ihren männlichen Altersgenossen auf allen  Bildungsebenen gleich, teilweise erreichen sie bessere Abschlüsse. Sie  wünschen sich, ihre Qualifikationen auch dauerhaft in entsprechende  Berufsverläufe umzusetzen. Nur 5% stellen sich ihr Leben ausschließlich  als Hausfrau und Mutter vor.(Familienmonitor 2008) Leben tun es aber  über 50% der jungen Mütter. Zwischen Wunsch und Wirklichkeit klaffen große Lücken. 

Väter wünschen sich mehr Zeit für Familie, arbeiten aber mehr und  länger, als Männer ohne Kinder. Das Arbeitszeitvolumen von Frauen ist in  Deutschland nicht gestiegen, obwohl die Erwerbsquote seit Jahren  zunimmt, d.h. mehr Frauen arbeiten, aber insgesamt weniger Stunden.  Was einer eigenen Existenzsicherung sicher nicht genügt. Frauen wollen  mehr und länger oder überhaupt arbeiten, können es aber nicht so, wie sie wollen."  

 

Wenn Sie mehr davon lesen wollen, finden Sie in dem PDF unterhalb den gesamten Vortrag.

Weiter unten heißt es ………

"Eine Umfrage des Zentrums für  Sozialforschung e.V. im Raum Hannover hat ergeben, dass in 2008 2/3  der klein- und mittelständischen Betriebe (KMUs) von  Rekrutierungsproblemen betroffen sind, von denen wiederum die Hälfte  einen direkten, negativen Einfluß auf Wachstum und Investion feststellen.   Bemerkenswert an letzter Studie für unser Thema heute: Befragt, welche  Zielgruppen angesichts des schon vorhandenen und zukünftig erwarteten  Fach-und Führungskräftemangel in den Blick genommen werden, geben  59% der befragten die älteren Arbeitnehmer an. Abgesehen von den    Betrieben in der Gesundheitsbranche, ist die zunehmende Rekrutierung  von Frauen nur für ein Drittel der Befragten ein Thema, knapp die Hälfte  der Betriebe schließen die Rekrutierung von Frauen aus!   Frauen werden als vollwertige Arbeitskräfte nicht ernst- und  wahrgenommen. Das gilt nicht nur für die Region Hannover: Unter den 10  verbreitetesten Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel war die gezielte  Rekrutierung von Frauen bundesweit auf dem letzten Platz. Die  Quotendiskussion hat hier Bewegung hineingebracht, zumindest, was den  Markt für Führungskräfte anbelangt. Headhunter berichten, dass sie  gezielt mit der Suche nach geeigneten Frauen beauftragt werden.  Aber von der momentanen Aufregung im Top-Management abgesehen die Nachfrage nach Frauen ist bei Weitem nicht so, wie es der  demographische Wandel erwarten ließe. 

Warum ist das so? Warum sind Frauen als Arbeitskräfte weniger gewünscht und, gemessen am durchschnittlichen Einkommen, weniger wert? Der prozentuale Unterschied im durchschnittlichen Bruttoverdienst („Gender pay gap“) (unbereinigt) betrug auch 2010 unverändert 23%, der  gender pay gap im EU-Durchschnitt ist dagegen um 1% auf 17%  gesunken."   ……

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