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04-03-13 16:44 Alter: 5 yrs
Bericht: 20 Jahre Frauennetzwerk Symposium

Von: ALEXANDRA NOHL

Kategorie: Interessant, PresseMeldung PresseMeldung

Am 16. Februar 1993 wurde in Bruchsal ein neuer Verein gegründet. Bei einem Symposium stellte das FrauenNetzwerk Bruchsal seine Tätigkeiten der vergangenen 20 Jahre vor und blickte optimistisch in die Zukunft.

Mit seiner Gründung engagierte sich das FrauenNetzwerk parteiübergreifend um auch in der Kommunalpolitik die Mitsprache zu erreichen. Von Anfang an arbeiteten das Bruchsaler Frauennetzwerk und die Arbeitsgemeinschaft Frauenverbände Karlsruhe-Land (AFKL) Hand in Hand. Sich für ein umfassende Kinderbetreuung einzusetzen und den Kontakt zu ausländischen Frauen zu pflegen, waren erste Ziele.

Nach 20 Jahren Netzwerkarbeit kann das Frauennetzwerk Bruchsal auf viel Erreichtes zurückblicken. Doch die Vereinsmitglieder blickten auf dem Symposium am vergangen Samstag auch in die Zukunft. Neue Projekte sind bereits geplant.

20 Jahre Frauennetzwerk - Symposium

(an) Viel zu Feiern gab es am Samstag, 20 Jahre vernetzte Frauenarbeit in Bruchsal ein Rückblick auf 20 Jahre und einen Ausblick in die Zukunft gab das Symposium, dass zum Jubiläum eingerichtet wurde. Gemeinsam haben sich Frauen aus den verschiedenen Vereinigungen, Generationen und Nationen zusammengefunden um den Tag gesellig zu begehen, Gedanken auszutauschen, zu diskutieren und ein bisschen zu feiern.

Aus heutiger Sicht muss man sagen, dass Frauen nie besser ausgebildet waren, sie haben Chancengleichheit im Beruf und sie treten eigenständig und selbstbewusst auf. Dennoch gibt es viele Punkte die man ansprechen muss, denn die Gleichheit hat sich noch nicht in allen Bereichen durchgesetzt.

Dorothea Hähnel und Astrid Bickel engagieren sich schon seit vielen Jahren darum, dass das Netzwerk überparteilich funktioniert, so gaben die Damen am Samstag zu Beginn des Symposiums einen Rückblick über die vergangenen 20 Jahre ihrer Arbeit, auch wenn schon viel erreicht wurde, muss in die Zukunft geblickt werden.

Frau Oberbürgermeisterin Petzold- Schick ist ein gutes Beispiel dafür, wie auch Bundeskanzlerin Merkel, dass Frauen alles erreichen können. Die Oberbürgermeisterin gratulierte dem Frauennetzwerk zum Jubiläum und verwies in ihrem Grußwort darauf, dass es ihr darum geht, Frauenarbeit und die Gleichstellung zu fördern, denn momentan ist die Gleichstellung, auch wenn es vom Gesetz vorgeschrieben ist, noch keine Selbstverständlichkeit. Sie lobte die gute Arbeit des Netzwerkes und die Solidarität unter Frauen, sowie die Vernetzung aller Generationen und Nationen. Dabei  wünscht sie dem Frauennetzwerk weiterhin viel Kraft, Mut und Kreativität.

Von der Bürgerstiftung bekam das Netzwerk nicht nur die Glückwünsche, sondern auch noch eine Spende von 300.- für das Symposium durch den Vorsitzenden Gilbert Bürk überreicht. Gleichstellungsbeauftragte Inge Ganther lobte das ehrenamtliche Engagement und gab einen kurzen Überblick zur Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten, „wir hoffen, dass das Amt der Gleichstellungsbeauftragten durch die Landesregierung nun endlich gesetzlich verankert wird.“ Es waren die Gleichstellungsbeauftragen aus den Nachbargemeinden und aus zahlreichen anderen Gemeinden aus Baden und Württemberg anwesend.

In einem Impulsreferat „Einzig statt artig"  ging Sieglinde Lehn, Supervisorin aus Waghäusel,  auf die Rolle der Frau in der Gesellschaft ein, neue Arbeitszeitmodelle und die Rolle der Väter, dabei warb sie für das bedingungslose Grundeinkommen. „Bei allen Gedanken darf allerdings die Verantwortung für den eigenen Lebensentwurf nicht zu kurz kommen“, so Lehn. In Murmelgruppen konnten die Frauen ihre eigenen Gedanken dazu austauschen und diskutieren, die im Anschluss schriftlich festgehalten wurden.

Nach einem peruanischen Buffet, organisiert durch den Perukreis, stellten sich am Nachmittag verschiedene Gruppierungen vor, so hat ein Kurs aus der Käthe- Kollwitz- Schule Frauen aus verschiedenen Generationen zu ihren Lebensentwürfe interviewt und gute Ratschläge festgehalten.

Zum Abschluss gab es Heiteres aus der Koralle, die eine Hommage an den großen Loriot zum Besten gab.

Weibliche Karrieren können gelingen, zunächst, aber mit dem Kinderwunsch fallen Frauen meist in die hergebrachten Muster zurück.  „Wir nehmen deshalb unsere ehrenamtliches Engagement ernst, weil wir damit mehr Gerechtigkeit für Frauen erreichen wollen“, so Dorothea Hähnel. „Frau denkt immer noch Kinder kriegen ist ihr persönliches Schicksal, nein, keine Kinder zu haben ist ein Politikum und trifft die ganze Gesellschaft.“

 

 Bilder vom Symposium finden Sie in der Bildergalerie.

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